| Fiji verfügt über 881 000 Einwohner. Der größte Teil lebt auf Viti Levu, einer der beiden Hauptinsel. Der Rest ist auf viele kleinere Inseln verteilt. In Fiji leben Menschen vieler Nationalitäten. Hindus indischen Ursprunges bilden mit 45 % den größten Anteil. Zudem gibt es viele Touristen, die die Idylle der paradiesischen Inseln genießen.
Fijiens sind lebensfrohe, mitteilungsbedürftige Menschen, die jede Gelegenheit dazu nutzen, sich mit Touristen zu unterhalten und mehr über deren Land und Kultur zu erfahren. Blumen auf der rechten Seite im Haar der Frau bedeutet 'Verheiratet'. Blumen dagegen auf der anderen Seite symbolisiert, dass sie noch auf der Suche nach ihrem Glück ist. Frauen und Männer heiraten recht früh. Kinder stellen eine Sicherheit im Alter der Eltern dar.
Das Leben der Einwohner unterscheidet sich in den wenigen Städten erheblich von dem auf dem Lande: Laute, stinkende Autos, überfüllte Straßen, Märkte, Geschäfte, Gerüche und neugierige Gesichter überall. Auf dem Lande dagegen bleibt, bis auf die Neugierde, nicht mehr allzu viel übrig. Frauen versuchen Früchte am Straßenrand zu verkaufen, oftmals um einiges Günstiger als auf den großen Märkten. Auf den vielen Zuckerrohrplantagen sind unzählige Männer bei ihrer Arbeit zu beobachten: Das süße Gold wird geerntet, auf Lastwägen gepackt und zu den Fabriken verfrachtet.
Wie es die Tradition verlangt, sitzt man abends häufig um eine Schüssel Kawa, das die Menschen aus Kokosnussschalen trinken. Kawa ist ein würziges Gebräu, das aus der Wurzel der Pfefferpflanze hergestellt wird. Es wirkt sich belebend auf den Geist des Konsumenten aus. Weitere Traditionen sind 'Meke', eine spezielle Tanzzeremonie und der berühmte Feuerlauf, bei dem die Teilnehmer über glühende Steine laufen ohne Schaden zu nehmen.
Anfang des letzten Jahrhunderts waren Fijiens noch Kannibale. Der Akt des Menschenessens diente dem Zwecke, den Feind vollkommen zu vernichten. Erst durch Einführung des Christentums mit dem Bau von Kirchen und der Abhaltung von Messen, brach der Kannibalismus. Heute ist das Christentum (neben Hinduismus der vielen Inder) in Fiji zur Volksreligion geworden. Jedoch wird auch vermutet, dass auf manchen der weit entfernten Inselgruppen, die keinen Kontakt zur Außenwelt haben, Kannibalismus anhält.
In Fiji gibt es keine Schulpflicht. Doch wenn Eltern ihren Kindern die tägliche Schule ermöglichen können, müssen Schuluniformen getragen werden. In Uniform müssen die Kinder Englisch sprechen. Englisch ist hier eine notwendige Sprache, die die verschiedenen Dialekte und Völker zusammenbringt und kommunizieren lässt. Fast alle sprechen Englisch und können somit jeden, vom Inder bis zum Touristen, verstehen.
Es wird davon geträumt, in eines der westlichen Länder auszuwandern. Doch scheitert dieser Wunsch schon oftmals an den relativ hohen Flugkosten. Fijiens leben in der Regel nicht an der Armutsgrenze. Dennoch ist das Einkommen relativ gering und reicht nur selten für Luxusartikel oder Reisen.
Fijiens sind ein hilfsbereites, freundliches Volk. Allerdings sollte man den Faktor Zeit nicht zu ernst nehmen: Nicht wütend werden, wenn mal etwas eine halbe Stunde später wird. Hier laufen die Uhren nach Fiji Time!
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